Dr. med. (RUS) Irina Hasewinkel, Fachärztin für Augenheilkunde
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Grüner Star

Der Grüne Star (griech. Glaukom), ist die häufigste Erkrankung des Sehnerven. Man bezeichnet damit eine Reihe von Krankheiten, bei denen es zu einem kontinuierlichen Verlust von Sehnervenfasern kommt. In der Folge entstehen typische Gesichtsfeldausfälle. Als wichtigster Risikofaktor wird ein zu hoher Augeninnendruck angesehen.

Die Bezeichnung „Grüner Star“ resultiert aus einem Pigmentverlust, durch den bei einem nicht rechtzeitig behandelten Glaukomanfall eine grünlich erscheinende Regenbogenhaut hervorgerufen wird. Diese historische Bezeichnung trifft also streng genommen nur auf einen „verschleppten“ Glaukomanfall zu.

Anders als beim Grauen Star droht durch den unbehandelten Grünen Star eine dauerhafte Erblindung. Das Glaukom ist bis heute eine der häufigsten Erblindungsursachen. Im Durchschnitt sind etwa 2% der deutschen Bevölkerung betroffen, wobei der Anteil mit dem Lebensalter steigt.

Als Vorsorgemaßnahmen haben die Früherkennung und Senkung des Augeninnendrucks als wichtigstem Risikofaktor große Bedeutung. Eine Augendruckmessung und Untersuchung des Sehnerven wird bei der Verordnung der ersten Lesebrille (etwa 35. Lebensjahr) empfohlen. so ist es möglich, eine mögliche Erkrankung schon im Frühstadium zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln. Seltene Formen des Glaukoms können bereits bei der Geburt oder in jungen Jahren auftreten.

Früherkennung


RTA

Sehstörungen lassen sich bei frühzeitiger Erkennung und Behandlung verhindern.

Da der Grünen Star keine Schmerzen verursacht und die Sehkraft nur langsam abnimmt, spürt der Patient das Glaukom oft jahrelang nicht. Deshalb ist die Vorsorge besonders wichtig. Sehstörungen lassen sich bei frühzeitiger Erkennung und Behandlung verhindern. Zuverlässige und schmerzfreie Methoden zur Früherkennung sind HRT (RTA), Augendruckmessung, Gesichtsfeldüberprüfung und Pachymetrie.

Behandlung des Grünen Stars

Die Behandlung erfolgt zunächst mit Medikamenten, d.h. in der Regel Augentropfen. Sofern diese nicht ausreichen oder Nebenwirkungen auftreten, besteht die Möglichkeit einer Laserbehandlung oder Operation.